Mal unter uns Gebetsschwestern: Kriegen Sie alle 10 zusammen? Nicht lesen, nur gucken? Klicken Sie auf das erste Gebot! Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin Agnostiker. Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt. Ich kann mir aber auch schwer vorstellen, dass wir einfach so aus dem Meer krochen und dann zu dem wurden, was wir sind. Das ist für dieses Bildprojekt und dessen Umsetzung meines Erachtens auch vollkommen irrelevant! Keinen Zweifel hege ich, dass die 10 Gebote einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft sind. Hier spielt für mich nicht einmal die ausgeübte Religion eine Rolle. Wir reden hier von Regeln, an die sich eine Gesellschaft halten will, im Interesse eines friedlichen und sinnvollen Miteinanders. Und somit haben in meinen Augen die 10 Gebote einen wichtigen Platz in unserem täglichen Leben Ja, richtig, tägliches Leben! Die Fotografen Thorsten Wolf und Johannes Höller hatten eben dieses tägliche Leben im Sinn, als sie sich Gedanken über die Realisierung des Projektes unterhielten. Greifbar sollte es sein, der Realität nahe, der Betrachter soll die Werke sehen,  (sich?) erkennen...und schmunzelnd nachdenken. Eine weitere Besonderheit dieses Projektes: Es gibt nur zwei Protagonisten: An meiner Seite, hinter mir, vor mir und um mich herum sehen Sie meine Kollegin Nadine Jelinski...und eben wieder mich! Gelöst haben Thorsten und Johannes dies mit einer recht aufwändigen Montagetechnik, die alleine schon beim Fotografieren hohe Aufmerksamkeit verlangt. Die Botschaft ist klar: Jedermann hält sich an die Gebote, so wie sie jedermann bricht! Hauptdarsteller sind Komparsen, und die Komparsen bekommen ihren großen Auftritt. So wie im täglichen Leben, nicht wahr? Auch für mich eine Besonderheit: Der Ausführungsort unseres Shootings war ein Gotteshaus! Die Christuskirche in Schwarzenacker / Saarland wurde uns für einen ganzen Tag zur Verfügung gestellt. Auch für mich ein Novum, und ich habe in der Tat an ungewöhnlichen Orten gearbeitet! Dort fand am Abend des 23. August 2008 eine Vernissage statt, im Anschluss war die Ausstellung für weitere drei Wochen in der Christuskirche zu sehen. Ich möchte nicht versäumen, Pfarrer Bohn, dem Hausherrn der Christuskirche für seine freundliche und unvoreingenommene Unterstützung ganz herzlich zu danken! Presse gab es auch schon: Bericht der Homburger Kirche Artikel der Saarbrücker Zeitung ANDREAS KONZACK: DIE X GEBOTE